Verhinderungspflege

Verhinderungspflege

Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI

Ist eine Pflegeperson wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegekasse die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für längstens vier Wochen (auch stundenweise) ab 01.01.2015 für längstens sechs Wochen je Kalenderjahr. Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen vor der erstmaligen Verhinderung mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat. Die Aufwendungen der Pflegekasse dürfen im Einzelfall 1. 550,- € ab 01.01.2015 (auch für Pflegestufe 0 mit eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne von § 45a SGB XI) auf 1.612,-€ im Kalenderjahr nicht überschreiten.

Außerdem können ab 01.01.2015 bis zu 50% des Leistungsbetrags für Kurzzeitpflege (das sind bis zu 806,- €) künftig zusätzlich für Verhinde­rungs­pflege ausgeben werden. Dadurch kann der Betrag auf max. 150% des bisherigen Betrags ausgeweitet werden.